Sandkästen waren gestern: 5 Gründe, wieso ihr gleich einen Sandspielplatz anlegen solltet

Wir haben uns in unserem Garten einen Familientraum erfüllt und einen riesigen Sandspielplatz angelegt. Lest, wie wir das gemacht haben und wieso es soviel cooler ist als alle Sandkästen dieser Welt.

Die XL-Alternative zu Sandkästen: Unser Sandspielplatz
Sandkästen? Wie langweilig. Wir haben uns einen Sandspielplatz gebaut. Hier erfahrt ihr mehr…

Seit wir Eltern sind machen wir besonders eines: Unser Kind beobachten. Zuerst voller Verzückung im Babyalter, als wir nicht genug bekamen von diesem nach Zuckerwatte und Regenbogen riechenden, warmen Menschlein. Nun im Kleinkindalter, um unseren Sohn (20 Monate) vor größeren Unfällen zu bewahren. Und zwischendurch einfach mal so. Weil sitzen und schauen manchmal auch sein muss.

Als unser Junge immer mobiler wurde, haben wir – in unser aller Interesse – das Haus möglichst kindersicher gestaltet. Wir haben Bereiche gestaltet, in denen er sich frei bewegen kann. Das ist für die ganze Familie wirklich stressfrei und eine echte Erleichterung. Auch im Garten haben wir uns bemüht dieses Konzept umzusetzen. Ein besonderes Highlight dabei: Ein 28 Quadratmeter großer Sandspielplatz für uns drei. Schnöde, rechteckige Sandkästen waren gestern!

Das ist er, unser Sandspielplatz! Inzwischen ein Erholungsraum für die ganze Familie.

Sandkästen 2.0: 5 Gründe, wieso ihr größer denken solltet

Habt Ihr eine Grünfläche zur Verfügung? Sehr gut, dann spricht nichts gegen euren eigenen Sandbereich. Unser Sandspielplatz ist mit 7×4 Metern sehr großzügig gestaltet. Doch ihr könnt das Projekt auch auf kleinem Raum umsetzen, denn ihr gewinnt damit als ganze Familie an Lebensqualität. Und zwar darum:

1. Ihr schafft Familienraum
Klassische Sandkästen sind meist 2×2 Meter groß und in der Regel mit Holz umrandet. Wo bleibt da der Platz für die Eltern? Eben, nirgendwo. Auf unserem Sandspielplatz finden wir als ganze Familie Raum, um uns gemeinsam zu beschäftigen; um zu spielen, zu chillen und manchmal sogar die eine oder andere Zeile zu lesen (!) – und das nebeneinander. Hier können wir gemeinsam Energietanken. Denn sind wir uns ehrlich: Wann seid ihr das letzte Mal neben eurem Kind tatsächlich auf einer Sonnenliege gelegen?

2. Ihr pimpt euren Garten
Kinderspielzeug in Haus und Garten ist leider selten ein optisches Highlight. Habt ihr euch im Baumarkt schon einmal das Angebot an verfügbaren, fertigen Sandkästen angesehen? Plastik und grellbunte Farben, soweit das Auge reicht. Ein Grund mehr, hier einen eigenen Weg zu gehen. Unser Sandspielplatz fügt sich harmonisch in unseren Garten ein. Er wirkt nicht als Fremdkörper, sondern als Bereicherung. Außerdem ist er nachhaltig, da wir ihn – im Gegensatz z.B. zu einer quietschblauen Kunststoff Sandmuschel – langfristig nutzen können.

3. Ihr schafft Lebensraum für Insekten
Einen Sandplatz könnt ihr, im Gegensatz zu Sandkästen, bepflanzen. Damit schafft ihr wichtigen Lebensraum für Schmetterlinge, Bienen und Käfer. Im Sandbereich haben wir uns überwiegend für Gräser entschieden. Wir finden sie wirklich harmonisch zum Sand (der übrigens die klingende Farbe „Südsee Beige“ hat). Außerdem wiegen sie sich wunderschön im Wind und sind relativ unempfindlich, wenn es mit unserem kleinen Entdecker mal wieder etwas wilder zu geht.

4. Ihr holt euch Urlaubsfeeling nachhause
Man sagt: Urlaub ist die schönste Zeit des Jahres. Das mag vielleicht stimmen. Aber wie widersinnig ist es, das ganze Jahr auf nur 14 schöne Tage Urlaub hinzuarbeiten? Wir finden da braucht es definitiv mehr. Ein weiterer Grund, wieso wir uns für unseren Family Beach im Garten entschieden haben. Denn es gibt kaum ein entspannenderes Gefühl, als die Zehen in den Sand zu stecken und sich den Wind durchs Haar streichen zu lassen. Je nach Wetter fühlt es sich auf unserem Sandspielplatz dann nach Sylt oder Skiathos an.

5. Ihr schafft Stauraum im Garten
Habt ihr einen Rasenmäher Roboter? Unserer fährt übrigens aus Sicherheitsgründen zu Zeiten, in denen unser Bub nicht im Garten ist. Abgesehen davon: Es darf nichts in der Wiese liegen bleiben, da es sonst kaputt wird oder dem Mäher schadet. Spielzeugautos, Sandspielzeug oder Sonnliegen: Alles muss weggeräumt werden. Unser Sandspielplatz bietet hier einen wertvollen Raum, in dem alles liegen und stehen gelassen werden kann. Wir finden das großartig und es ist eine echte Entlastung für uns.

Bauanleitung: So haben wir unseren Sandspielplatz angelegt

Wir haben uns entschieden, den Sandspielplatz unter unserer großen Birke anzulegen. Diesen Platz haben wir bisher im Sommer sehr gerne genutzt, da wir natürlichen Schatten durch den Baum haben und eine angenehme Brise weht.

Das waren die Vorbereitungen

Als Vorbereitung für den Platz haben ein zunächst in unserer Wiese ein Rechteck mit den Maßen 7×4 Metern ausgehoben. Dafür haben wir die Grasnarbe entfernt und den Boden mit einer Gartenfräse aufgelockert und die lose Erde weg gebracht. Insgesamt haben wir so etwa 20 Zentimeter tief nach unten gegraben.

Danach haben wir über die gesamte Fläche ein Vlies ausgebracht. Einerseits, um den Sand von der Erde zu trennen. Andererseits, um zu vermeiden, dass von unten Unkraut am Sandspielplatz wächst. Ein Arbeitsschritt, der übrigens auch bei klassischen Sandkästen zu empfehlen ist. Das Vlies haben wir mit Metallhaken befestigt, die wir in die Erde gedrückt haben.

Das ist unser Sandspielplatz im zeitigen Frühjahr: Die Grasnarbe wurde abgetragen und die Erde vorbereitet, damit wir sie einfacher händisch abheben können.

7 Tonnen Spielsand & die Bepflanzung

Bevor wir den Sand ins Viereck geschüttet haben, haben wir die Ränder mit einem Spaten etwas angepasst und abgerundet, damit es organisch und fließend wirkt. Danach ging es ans Schaufeln. Wir haben beim Baustoffhandel 7 Tonnen feinen Spielsand in der Farbe Südsee Beige bestellt. Dieser wurde in praktischen Big Bags geliefert und wir konnten ihn nach und nach auf das Vlies aufbringen. Nachdem der Sand ausgebracht war, haben wir Rasenkanten aus Alu rundherum angebracht. Das trennt den Sand vom Gras, sieht hübsch aus und ist praktisch für unseren Rasenmäher Robi.

Im letzten Schritt haben wir den Sand mit passenden Gewächsen bepflanzt. Um eine angenehme Atmosphäre zu schaffen haben wir die äußeren Bereiche mit Sand modelliert – so fühlte es sich an wie in einer Düne. Darauf haben wir dann die Pflanzen angeordnet und eingesetzt. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an unsere Gärtnerin Monika, die uns hier sehr unterstützt hat. Als alles angelegt und bepflanzt war, haben wir Sonnenliegen, Schirme und Sandspielzeug platziert und unser Familientraum war fertig. Tipp: Wir decken das Sandspielzeug, wenn wir es nicht brauchen mit einer großen Kunststoffkiste ab, so sammelt sich kein Regen darin. Positiver Nebeneffekt: Unser Sohn sitzt sehr gerne in der Kiste. Sehr praktisch, wenn der Sand etwas feucht ist.

Mögliche Ausbaustufen

Als Ausbaustufen haben wir uns überlegt eventuell einige große Steine an den Rändern zu platzieren, damit das Dünenfeeling noch stärker wird. Außerdem hätten wir damit praktische Sitzmöglichkeiten. Für unseren Sohn überlegen wir eine kleine Matschküche einzurichten. Im Moment gatscht er mit einem Wassereimer herum – und er liebt es.

Häufige Fragen, die uns zu unserem Sandspielplatz gestellt werden

„Wie geht es euch mit Katzen?“

Sandkästen werden häufig von Samtpfoten heimgesucht und müssen abgedeckt werden. Aber: Nein, unser Sandspielplatz ist kein überdimensionales Katzenklo. Gott sei Dank. Unser Grundstück ist komplett eingezäunt und selbst haben wir keine Katze. Wir haben uns aber schlau gemacht, es gibt einen sogenannten „Katzenschreck“, der die Tiere vertreiben soll (siehe Einkaufsliste unten). Das haben wir auf unserer Amazon-Liste, sollte sich die Situation ändern.

„Versaut ihr das Haus mit dem Sand?“

Nein, wir gehen ein Stück durch die Wiese, wenn wir vom Sandspielplatz ins Haus gehen. Da sind die Füße meistens schon wieder gut sauber. Unser Bub trägt im Sommer fast immer seine UV-Anzüge im Freien. Die sind schnell zu reinigen, bevor wir hineingehen. Nach intensiven Spieltagen ist etwas Sand im Anzug, aber in den letzten 4 Monaten mussten wir nur sehr selten den Staubsauger auspacken deshalb. Und wenn es wieder kälter und nasser wird, hat der kleine Mann wieder seinen Matschanzug an, da wird es sich ähnlich verhalten.

„Was tut ihr gegen Laub im Sand?“

Wir haben den Sandspielplatz nun die erste Saison. Wir haben aus diesem Grund noch keine Erfahrungswerte im Herbst gesammelt. Da wir den Platz unter einer großen Birke angelegt haben, ist es anzunehmen, dass hier einiges an Laub zum Liegen kommt. Wir möchten den Sand deshalb mit einem feinen Netz abdecken in der ungemütlichen Jahreszeit. So kann das Wasser gut abfließen, Laub hingegen kann einfach entfernt werden.

Wir lieben unseren Sandspielplatz – alle drei. Es war für uns eine der nachhaltigsten Investitionen in unserem Garten.

Unser Fazit

Wir lieben unseren Sandspielplatz. Mit einfachen Mitteln haben wir ihn gestaltet – und seine Wirkung kann sich sehen lassen. Wir finden: Er schaut nicht nur besonders stylisch aus, sondern er bietet uns auch ein großes Stück an Lebensqualität. Aus diesen Gründen raten wir ganz klar vom Kauf von fertigen Sandkästen hab, denn auch nur mit einem kleinen Stückchen Fläche im Garten könnt ihr euch euer eigenes Kleinod für die ganze Familie bauen.

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Marina

Marina

Hi, ich bin Marina! Im Dezember 2020 bin ich Mama geworden. Seither pendle ich zwischen Endorphinrausch und Erschöpfung. Hier in unserem 👉 Blog teile ich meine Gedanken zu allem, was das Leben mit Kind einfacher, sicherer oder organisierter machen kann. Mehr über uns erfährt Ihr 👉 hier.

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2 Antworten

  1. Liebe Marina, toller Beitrag danke fürs Erwähnen, es ist mir immer eine Freude bei meinen Lieblingskund:innen tätig zu unterstützen 🙂 Viel hat sich in Eurem Garten getan und jetzt hat er offensichtlich die Aufenthaltsqualität die Ihr Euch drei gewünscht habt! Große Gratulation für den Mut einen großen Garten großflächig zu bepflanzen.
    Falls noch wer Lust hat groß zu denken und großzügig umzusetzen: meldet Euch gerne:www.gartenreich.at
    mit lieben Grüßen Eure Gärtnerin Monika

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